Menschen

1.457 Menschen aus 30 Ländern wollten an 2-3 Straßen teilnehmen und ein Jahr lang im Ruhrgebiet leben. Für 78 Teilnehmer konnte in den drei Städten Wohnraum gefunden werden. Die meisten neuen Mieterinnen und Mieter sind zwischen 30 und 40 Jahren alt, die jüngste Teilnehmerin ist 19 Jahre, der älteste Teilnehmer 68 Jahre alt.

Sie leben ihr gewohntes Leben und gehen in der Mehrzahl – einige sind Künstler, die meisten Kreativen aber haben „bürgerliche“ Berufe  – ihren bisherigen Beschäftigungen nach. Ihre neuen Wohnorte sind keine Künstlerquartiere, keine „kulturellen“ Stadtteile. Sie ziehen in Straßen, die typisch für das Ruhrgebiet sind. Man kann sie durchaus auch Problemviertel nennen. Hier leben Menschen aus vielen Ländern, etliche Straßen sind geprägt von Leerstand und Arbeitslosigkeit.

So vielfältig wie die Quartiere sind auch die Ideen, die in den Straßen Wirklichkeit wurden. Viele Begegnungen und Initiativen haben Spuren hinterlassen, die über das Jahr 2010 hinausreichen. Der Raum und die Zeit für Veränderungen, für die es nirgends zu spät ist, ist nicht die Utopie, sondern Kreativität hier und heute – Kreativität als erneuerbare soziale Energie.
































© Jochen Gerz 2008/2012   Kontakt   Impressum